Dienstag, 12. Februar 2013

Spinnrichtungsmuster - spin patterning

Bevor ich mit meinem Bericht über die Veranstaltung am King's College in London fortfahre, möchte ich hier den Beginn meines nächsten Projekts schildern - ein Stoff mit Spinnrichtungsmuster.
Was das ist, erfährt man zum Beispiel hier, erstaunlicherweise sind die angezeigten (aussagekräftigen) Bilder bei google alle von mir; anscheinend beschäftigten sich die Handweber kaum mit dieser einfachen und dennoch faszinierenden Technik.
Vielleicht ist auch das Material ein Problem bei der Sache, denn man braucht Einfachgarn, sowohl in s- wie in z-Richtung gesponnen.


 
Quelle: kurzwarenland.de





























Das gibt es nicht so ohne weiteres zu kaufen, das meiste Einfachgarn für Handarbeiten ist z-gesponnen und s-gezwirnt. Ich persönlich habe noch kein anderes industriell gesponnenes Garn gefunden, obwohl es es manche Großspinnereien anbieten.
Also muss frau es selber spinnen, was jetzt nicht meine bevorzugte Tätigkeit ist. Das Garn für den bei google sichtbaren Stoff und die Gürtel habe ich selbst hergestellt, aber es hat ewig gedauert, deshalb gab es auch so schnell keine neuen. Aber frau hat ja inzwischen jemanden gefunden, der super gern spinnt und schon nicht mehr so recht weiß, wohin mit dem Garn.
Randy ist Amerikaner, lebt zur Zeit mit seiner Frau aber in Deutschland in der Nähe von Kaiserslautern und verkauft in den Staaten seine Pik Ka Handbags

Er hat auch guten Kontakt zu den Islandschafzüchtern Amerikas und hat mir auf meine Bitte hin braunes Islandschaf in beiden Spinnrichtungen versponnen.
Zur Zeit wickle ich dieses Garn zu Knäuel um die benötigte Länge hinterher auf meinem Scherbaum abzumessen.
Geplant ist ein Tunikastoff für eine eisenzeitliche Darstellung und so werden um die 2,5 m benötigt. Mit der geplanten Fadendichte von 10 F/cm liege ich im mittleren Bereich, es gab deutlich feinere, aber auch gröbere.

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